1. Münchner Club für Ausgleichs- und Gesundheitssport e.V. - Nordic Walking, Schwimmen, Fitness, Gymnastik und vieles mehr in München
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Rückblick auf die Vereinsgeschichte


Am Dienstag, den 19. Dezember 1961 trafen sich beim "Großwirth" in der Winthirstraße mehrere Sportfreunde, die schon seit 1953 als "Club der unorganisierten Sportler" regelmäßig Gymnastik und Ballspiele betrieben, mit der Absicht, einen neuen Verein zu gründen. 

Bei der Fortsetzung dieser Sitzung am 29. Dezember wurde die Vereinssatzung beschlossen. Mit der Eintragung im Vereinsregister beim Amtsgericht München am 9. Mai 1962 ging es los. 

Wie aus der Namensgebung ersichtlich, war die Zielsetzung dieses Clubs die Verfolgung des vom Deutschen Sportbund 1959 proklamierten "Zweiten Wegs: nämlich Sport zur Erhaltung der Gesundheit." Man verstand sich als Sammelbecken für die dem körperlichen Hochleistungsalter entwachsenen Menschen.

Schon vor der Gründungsversammlung hatten sich aufgrund der Möglichkeit, die Turn- und Schwimmhalle des neu gebauten Ludwigsgymnasiums zu benutzen, 2 Damen- und 3 Herrenriegen mit zusammen 185 Teilnehmern gebildet. Die Gründung eines eingetragenen Vereins wurde notwendig, einerseits wegen des Abschlusses von Unfall- und Haftpflichtversicherungen und andrerseits, um die Erlaubnis für die kostenlose Benutzung weiterer Schulturnhallen zu erhalten.
Die große Nachfrage nach Gesundheitssport hatte ein rasches Wachsen des Clubs zur Folge. Bereits Ende 1962 bestanden 8 Riegen mit 247 Mitgliedern. Den viele Jahre anhaltenden Wachstumserfolg verdankte der Club in erster Linie seinen qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern, aber auch seiner in der Satzung festgelegten besonderen Struktur. Dass sich um alle Belange des Vereins ausschließlich die "Ordentlichen Mitglieder" der Stammriege zu kümmern hatten und somit alle übrigen, nur am Sport interessierten Mitglieder das Angebot zwanglos nutzen konnten, kam damals wie heute dem freiheitsbetonten und zu nichts verpflichtenden Zeitgeist sehr entgegen.
Ein wesentlicher Gesichtspunkt für die Gründung eines eingetragenen Vereins war damals außerdem, dass sich die Möglichkeit abzeichnete, mit Hilfe von staatlichen Fördermitteln eine vereinseigene Sporthalle mit Clubhaus errichten zu können.

In den ersten Jahren wuchs und gedieh der Club prächtig. Schon 1966 bestanden 19 Riegen mit 635 Mitgliedern und die Rücklagen in der Vereinskasse beliefen sich auf 20.195.- DM. Auch die Planungen zur Errichtung eines Clubhauses in der Nähe der Rupprecht-Oberrealschule an der Albrechtstraße mit Turn- und Schwimmhalle, Gymnastikraum, Sauna, sowie Verwaltungs- und Wohntrakt mit geschätzten Baukosten von 3,5 Mio. DM kamen gut voran. Man hoffte auf einen Baubeginn im Frühjahr 1967.

Im Jahre 1971, zehn Jahre nach der Gründung, waren bereits 1343 Mitglieder in 39 Riegen zu betreuen. Aber ein schwerer Rückschlag war zu verkraften: Da ein Jahr vor den Olympischen Spielen mit den erhofften staatlichen Fördermitteln nicht mehr gerechnet werden konnte, mußte der Traum von der Errichtung eines Clubhauses nach 10-jähriger, zum Teil intensiver Vorplanung, endgültig aufgegeben werden. 
1974 wurde damit begonnen, alle Übungsleiterinnen und Übungsleiter alljährlich zu einer Zusammenkunft einzuladen und deren Fortbildungskurse zu unterstützen. Der Club wuchs weiter.

Wegen Kündigung von Schulturnhallen und schwindender Mitgliederzahlen, mussten in der Folgezeit einige Riegen aufgelöst werden. 1977 hatte der Verein nur noch 22 Riegen mit 783 Mitgliedern. Am 8. Juli fand als Gesellschaftsveranstaltung mit 301 Teilnehmern eine Dampferrundfahrt auf dem Starnberger See statt. Neue Vorschriften zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit erforderten eine Änderung der Satzung hinsichtlich Vereinszweck und Auflösungsmodalitäten.

Im Jahr 1981 besaß der Club 772 Mitglieder in 22 Riegen in Laim, Harras, Harlaching, Nymphenburg, Schwabing, Solln und in der Sportschule Grünwald.
Am 7. November wurde mit einem großen Festakt im Bayerischen Hof das 20 jährige Bestehen gefeiert. Zu den Gästen der Jubiläumsfeier gehörten auch 78 Mitglieder mit 20-jähriger Vereinszugehörigkeit. In den Folgejahren verringerte sich die Zahl der Mitglieder und der Riegen, weil mit der Förderung des Breitensports, auch andere Sportvereine ihr Angebot erweiterten, was sich auch in einer Verknappung von Übungsleitern auswirkte. 1985 hatte der Verein nur noch 619 Mitglieder, 539 Erwachsene und 81 Kinder. 

Zur 25-Jahr-Feier im Oktober 1986 wurden 230 Gäste in den Barocksaal und die Klosterkirche von Benediktbeuern eingeladen.

In der Sorge um das Weiterbestehen des Clubs verjüngte sich die Stammriege durch Aufnahme neuer ordentlicher Mitglieder aus dem Kreis der Übungsleiter. Die steigenden Ausgaben machten Sparmaßnahmen und Beitragserhöhungen erforderlich. Für eine Sommerferienriege erhielt der Club die Erlaubnis, die Bezirkssportanlage in der Dietramszeller Straße 9 zu benutzen.

Die 30-Jahr-Feier mit Festrede und Ehrungen fand am 16.11.91 in der Schloßwirtschaft Schwaige, Nymphenburg statt. 

Mit neuen Initiativen ging es im Club wieder aufwärts. Es entstanden Riegen für Familiensport, Basketball und Schwimmkurse für Kinder sowie wochenweise Kurse für Rückenschule, Aquarobic und Selbstbehauptung für Schulkinder. Anfang 1999 hatte der Club wieder 665 Mitglieder, davon 154 Kinder.

Seit dem Schuljahr 1999/2000 übernahm der Club die Mittagsbetreuung für Schulkinder in der Grundschule Droste-Hülshoff-Straße 9. Diese mit 11 Kindern zaghaft begonnene Initiative wurde von Eltern und Kindern gut angenommen. Die Mittagsbetreuung sollte in den Folgejahren weiter wachsen.

Als einer der ersten Sportvereine in München verfügte der 1.MCAG im Jahr 2000 über eine eigene Homepage. Unter www.muenchner-gesundheitssport.de konnten sich jetzt Interessierte aus der ganzen Welt innerhalb weniger Sekunden über das Sportprogramm und das Vereinsleben des 1.MCAG informieren.

Das 40-jährige Bestehen unseres Clubs wurde 2001 mit einer schönen Herbstwanderung von Gauting nach Starnberg mit Einkehr in Leutstetten gefeiert und in einer Festschrift gewürdigt.
Seitdem wurden regelmäßig im Herbst und seit 2007 jeweils im Frühjahr riegenübergreifende Wanderungen durchgeführt.

Im Jahr 2005 gab es mit Walking und Nordic Walking nicht nur neue Sportangebote. Neu war auch die Vereinszeitung "Clubrundschau" als Ersatz für die bis dahin einmal pro Jahr versandten Mitglieder-Rundschreiben.

Bei der im Jahr 2008 gegründeten Riege "Fußball - just for fun" konnten 6 bis 12jährige außerhalb eines Ligaspielbetriebs in der Turnhalle der Grundschule Droste-Hülshoff-Straße 9 dem Ball nachjagen und versuchen, "das Runde ins Eckige" zu befördern.

Ein Jahr später, im September 2009, feierte die Mittagsbetreuung ihr 10-jähriges Bestehen.
Mit 70 angemeldeten Kindern war in Anbetracht der begrenzten räumlichen Möglichkeiten aber die absolute Obergrenze an Betreuungsplätzen erreicht. Die auch in den Folgejahren anhaltende Nachfrage bestätigte die wichtige Rolle des 1.MCAG für viele Familien in Laim hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit.

Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde dann im Mai 2011 auf dem Starnberger See gefeiert. Auf dem eigens gecharterten Ausflugsboot MS Bayern wurden die zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder von der Band "The Jokers" unterhalten. Leider konnten der gelungene Festakt und mehrere Versuche der Gründung neuer Riegen einen über die letzten Jahrzehnte anhaltenden Mitgliederschwund - übrigens ganz im "München-Trend" - nicht verhindern. Nachdem die Mitgliederzahl über Jahrzehnte hinweg mit ca. 700 als "konstant" bezeichnet werden konnte, wurde bereits im Jahr 2008 die Zahl 600 unterschritten und im Jahr 2014 wurde mit 541 ein neuer Tiefststand erreicht.

In der Amtszeit des 2017 neu gewählten Vorstandes stieg erfreulicherweise wieder die Zahl der Mitglieder an. Im Jahr 2019 wurde bereits die 650er-Marke "geknackt" - zum 1.1.2020 zählte der 1.MCAG bereits 680 Mitglieder.
Ausschlaggebend waren einerseits neue Sportangebote wie Volleyball, Hip-Hop-Dance oder Tischtennis. Andererseits erhöhte der 1.MCAG seine mediale Präsenz durch Zeitungsartikel beispielsweise über die seit 2017 jedes Jahr stattfindenden Tischtennis-Mini-Meisterschaften, aber auch über verschiedene Kinder- und Erwachsenensportangebote des Vereins. Daneben hatte ein Übungsleiterwechsel beim Eltern-Kind-Turnen in Harlaching und auch der Einsatz zusätzlicher Übungsleiterinnen beim Kinderschwimmen hier jeweils einen sehr großen Zuwachs an Mitgliedern zu Folge.

Nach einem kurzen "Dämpfer" durch die Corona-Pandemie sind die Mitgliederzahlen auch in den letzten Jahren weiter gestiegen. Durch einen Boom bei den Eltern-Kind-Turnangeboten und dank neuer Sportangebote wie Yoga oder dem Generationen-Tischtennis konnte kurz vor Jahresende 2024 erstmals seit mehr als fast 50 Jahren die Mitgliederzahl von 1.000 überschritten werden. 


Fortsetzung folgt!